Unsere Geschichte

Chronik des Musikvereins Gündlingen 1900 - 2000 Der Werdegang des heutigen Musikvereins hat seinen Ursprung bis in die 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts, wo die beiden musikbegabten jungen Bürger Max Käppele und Daniel Karle mit Trompete und Horn erstmals von sich reden machten. Sie gingen in der Hauptsache nach Opfingen zu gleich gesinnten Musikkameraden, um diesem Ideal zu huldigen. Aber auch ins Elsaß führte ab und zu ihr Weg, wo in Biesheim eine Kapelle bestand. Zwischendurch spielten sie auch bei Hochzeiten auf und gaben bei verschiedenen Anlässen in der Gemeinde und anderswo ein Ständchen. Sie waren lebensfrohe Musikgesellen, über die man sich in der Gemeinde herzhaft freute. Etwa 20 Jahre später, vom Jahre 1898 auf 1899, trafen sich dann eine Reihe junger Einwohner zusammen und gründeten eine - wenn auch kleine - geschlossene Musikkapelle. Der damalige Militärverein verschaffte ihnen die nötigen Instrumente, und so war die Kapelle ein Bestandteil des Militärvereins, ohne jedoch von diesem in ihren vielfältigen Bestrebungen und Unternehmungen beeinträchtigt zu werden. Sie hatten volle Freiheit, mussten sich aber verpflichten, bei Vereinsfeiern mitzuwirken. Die Namen der Musikkapelle-Gründer sind: Karl Karle (Klarinette) Paul Fröhner (Klarinette) Adolf Figlestahler (Klarinette) Karl Schächtele, (Trompete) August Hirschle (Trompete) Hermann Figlestahler (Große Trommel) Johann Figlestahler (Trompete) Stefan Wolf (Trompete) August Volz (Horn) Emil Camp (Trompete) Julius Ehret (Horn) Adolf Herz (Trompete) August Mutschler (Bass) Erhard Figlestahler (Bariton) Nach der Jahrhundertwende begann dann auch, durch Zusammenschluss von Militär- und Musikverein, das Theaterspiel auf Vereinsbühne, wobei die Musiker hierzu hervorragende Darsteller abgaben und immer den Löwenanteil trugen. Im Sommer 1908 ging die Kapelle erstmals geschlossen zum Gartenfest nach Merdingen, wo sie zur musikalischen Bereicherung beitrug. In dieser Anfangsentwicklung hatte der Musikverein seinen ersten Dirigenten in Rheinwärter Bach von Hartheim gefunden, der dort ebenfalls dirigierte. Als zweiter Dirigent wirkte Unteroffizier Richter von der Regimentsmusik 66 in Neu-Breisach; er fuhr immer mit dem Fahrrad von Neu-Breisach nach Gündlingen. Im Jahre 1909 nahm man an der Fasnet in Neu-Breisach am Umzug teil. Auch die Hartheimer Musik sowie die Regimentsmusik von dort nahmen daran teil. Anschließend wurde im Gasthaus „Hirschen“ in Neu-Breisach, wo eine Hartheimerin verheiratet war, Tanzmusik gespielt. Wenn ein Musikant eine Ehe einging, wurde an der Hochzeit stets den ganzen Tag musiziert, und die Kapelle wurde als besonderer Gast verhalten. Die Gemeinde bekam in Hauptlehrer Josef Dorn einen sehr talentierten Musiker und Sänger. Er übernahm als dritter Dirigent, nach Abgang von Herrn Richter, die Musikkapelle. Unter seinem Stab wurden gute Erfolge errungen. Der Musikverein begann Weihnachtsfeiern zu veranstalten. Chronikerzähler Stefan Wolf berichtete, wie er mit den Musikkameraden Karl Karle, Erhard Figlestahler, Karl Schächtele, Karl Schächtele und Dirigent Josef Dorn zum ersten Male das Lied „Stille Nacht“ gespielt und gemeinsam gesungen habe. Von 1910 an hatte die Musik eine stete Aufwärtsentwicklung. 1911 spielte die Musik an der Niederrimsinger Kilbi zum ersten Male bis in die Morgenstunden zum Tanze auf. Auch verschiedentlich wurde an den Hochzeiten musiziert. Es waren immer schöne Stunden, nur der Verdienst war bei allen Unternehmungen gleich Null, und man musste seinen Leib aus eigener Tasche versorgen. Auch mussten sich bei solchen Anlässen die Musiker sehr anstrengen, weil die Kapelle noch Schwach besetzt war. In beiden Jahren vor dem Weltkrieg 1914-1918 fanden in der Gemeinde unter den Unterlehrern Kleiser und Dötsch zwei große Fasnachtsveranstaltungen statt, bei denen die Musik mit Marschklang den Vorantritt hatte. Die ehemalige Sonnenwirtin, Frau Josefine Wiedensohler, fuhr als Königin in hohem königlichen Wagen. Gleich nach Kriegsausbruch am 19. August 1914 ist als erster Stefan Hirschle in Frankreich bzw. im Elsass gefallen. Veteran Stefan Wolf nahm seine Trompete mit in den Krieg, die er wieder wohlbehalten nach Hause brachte. Während des Krieges ruhte jede Tätigkeit. Nach Kriegsschluss begann wieder die Aufnahme der Arbeit, und Hauptlehrer Josef Dorn organisierte wieder eine Anzahl von Musikern. Die Musik wurde mit jungen Kräften aufgefrischt. Ihre Namen waren: Stefan Wolf Otto Hanser Valentin Sohn Oskar Gamp Karl Faller Karl Müller Im Anschluss an Hauptlehrer Dorn dirigierte Maurer Karl Karle die Musik und blies nebenbei den Bass. Nach seinem Weggang übernahm die Musik Lehrer Stefan Schächtele. Nach Ihm dirigierte Lehrer Büchler. Nach seiner Versetzung führte Herr Brutschin die Kapelle. Bei allen Anlässen in der Gemeinde konnte man alle Zeit die Musik tätig sehen. Im Jahr 1939 brach der große Krieg aus, und das begonnene Werk wurde schwer erschüttert. Leider starben auch Kameraden der Musik auf den Schlachtfeldern. Mit großer Mühe und großen Opfern begann man nach dem Kriege, die Musik wieder aufzubauen. Der Militärverein musste sich infolge des verlorenen Krieges auflösen. Die Musik wurde selbständig, und es wurde ein Verein gegründet, dem viele Ortseinwohner beitraten. In der Gründungsversammlung, die am 15. Januar 1950 im Gasthaus Rebstock stattfand, wurden die ehemaligen Musiker Johann Schächtele als 1. Vorstand Max Wolf als 2. Vorstand Theodor Karle als Kassenwart Robert Müller als Schriftführer gewählt. Karl Müller wurde als Hilfsdirigent ernannt. Dirigent Hollweg übernahm nach Neugründung des Vereins als erster den Taktstock. Der erste Auftritt in der Öffentlichkeit war jedoch vor der Gründungsversammlung, und zwar bei der Jahreswende 1949/50, im Saal des Gasthauses „Sonne“. Dort wurde ein Theaterabend veranstaltet, der von der Gündlinger Musik mit dem Marsch „Alte Kameraden“ eröffnet wurde. Der bis auf den letzten Platz belegte Saal wurde mit dem Theaterstück „Die fidelen Handwerksburschen“ und einigen Musikstücken abgeschlossen. Mit dieser Veranstaltung begann der Auftakt des neuen Vereins, dem Musikverein Gündlingen. Am 5. April 1950 erhielten die aktiven Musiker Vereinsmützen. Der Musikverein Gündlingen beteiligte sich zum ersten Male nach Neugründung an einem Wertungsspiel in Eichstetten. Die Bewertung der vorgetragenen Musikstücke war zufrieden stellend. Der Musikverein nahm 1950 an insgesamt 6 Musikfesten teil. Als Dirigent Hollweg am 8. Februar 1951 sein Amt niederlegte, konnten wir den ehemaligen Dirigenten Brutschin erfreulicherweise wieder für uns gewinnen. Vereinsvorsitzender Johann Schächtele gab sein Amt am 1. Juni 1951 ab. Sein Amt als erster Vorstand übernahm der aktive Musiker Theodor Karle. In der Generalversammlung vom 14. Januar 1951 wurde beschlossen, das 50jährige Bestehen des Vereins ein Jahr später zu feiern. Nach den notwendigen Vorbereitungsarbeiten wurde das 50jährige Jubiläum am Abend des 23. Juni 1951 durch einen langen Festzug, der in den Festgarten führte, eröffnet. Die Gäste und Vereine wurden von Vorstand Theodor Karle begrüßt. Danach folgten verschiedene Ehrungen, die von Verbandspräsident Jakob Blum durchgeführt wurden. Zum Ehrenmitglied wurde ernannt: Adolf Figlestahler Adolf Herz August Hirschle Es wurden für 50jährige Tätigkeit geehrt: Adolf Figlestahler Adolf Herz August Hirschle August Wiedensohler Karl Theodor Schächtele Stefan Wolf Otto Hanser 30-jährige Tätigkeit: Karl Müller Max Wolf Johann Schächtele Hans Schmidt Stefan Rein Johann Wottle 25-jährige Tätigkeit: Anton Herz Karl Figlestahler Albert Schächtele 20-jährige Tätigkeit: Theodor Karle Das Fest wurde am Sonntagmittag, dem 24. Juni 1951, mit einem Festumzug an dem sich 13 Gastkapellen beteiligten, fortgeführt. Das anschließende Konzert im Festgarten war der Höhepunkt dieses Tages. Gemeinsam mit der Musikkapelle aus Breisach konnten die Feierlichkeiten nach ein paar gemütlichen Stunden beendet werden Musikverein Gündlingen um 1900 Am 12. Mai 1957 nahm man am ersten Wertungsspiel des Blasmusikverbandes Kaiserstuhl-Tuniberg in Weisweil teil. Bei diesem Vortrag erhielt der Musikverein die Note „sehr gut“. Der Musikverein feierte am 22. Mai 1960 sein 60jähriges Jubiläum. An diesem Fest nahmen 15 Gastvereine, die Musikkapelle mit Spielmannszug aus Neu-Breisach und die französische Militärkapelle Breisach teil. Im Februar 1964 trat Theodor Karle als 1. Vorsitzender zurück. Dieses Amt wurde vom bisherigen 2. Vorsitzenden Leo Rinderle übernommen. Als 2. Vorsitzender konnte Alfred Wiedensohler berufen werden. In der Generalversammlung vom 7. Februar 1965 wurden für 40jährige Mitwirkung mit Urkunden folgende Musiker geehrt. Johann Wottle, Max Wolf, Josef Schmidt, Johann Schmidt, Johann Schächtele, Stefan Rein (sen.), Karl Müller, Josef Camp Auch wurde der bereits ausgeschiedene Dirigent Brutschin für die 20jährige Tätigkeit geehrt. Albert Brutschin konnte zum Ehrendirigenten ernannt werden. Den Dirigentenstock übernahm am 11. Februar 1965 Herr Rosner aus Freiburg. Schon bald zeigte sich ein Erfolg mit dem neuen Dirigenten Rosner, als der Verein am 16. Mai 1965 an einem Wertungsspiel in Neu-Breisach teilnahm und den ersten Preis errang. Am 13. Februar 1966 wurde das Amt des 1. Vorsitzenden nach kurzer Unterbrechung von Theodor Karle wieder übernommen. Um den musikalischen Stand des Vereins zu prüfen, nahm der Verein im April 1967 an einem Kritikspiel in Oberrotweil teil. Am 31. August 1967 übernahm Karl Bühler aus Freiburg, nach dem Weggang von Herrn Rosner, die Musikkapelle. Ein weiterer Test für Musikkapellen fand am 4. Mai 1968 in der Turn- und Festhalle Gündlingen statt. Der Musikverein erwählte die Mittelstufe und erhielt unter der Leitung von Herrn Karl Bühler den zweiten Rang. Herr Bühler hatte den Verein musikalisch sehr schnell auf ein gutes Niveau gebracht. Herr Bühler war es auch, der sich besonders mit der Ausbildung des Jugendnachwuchses befasste und auch große Erfolge erzielen konnte. Er tat dies mit viel Liebe und Verständnis zur Jugend. Leider musste Herr Bühler das Amt des Dirigenten aus Gesundheitsgründen im Februar 1971 aufgeben. Den Dirigentenposten übernahm im März 1971 Kammermusiker Alfred Wohlhüter. Dieser setzte die intensive Ausbildung, insbesondere die Jugendausbildung, seines Vorgängers Herrn Bühler fort, so dass sich der musikalische Leistungsstand stetig verbessern konnte. In der Generalversammlung vom 19. Januar 1974 trat der über zwei Jahrzehnte amtierende 1. Vorsitzende Theodor Karle von seinem Amt zurück. Das Amt des 1. Vorsitzenden wurde vom Rechner und Vorstandsmitglied Herbert Herzig übernommen. Für 25jährige Treue zur Blasmusik konnten im Jahre 1974 folgende Musiker mit der silbernen Ehrennadel und Urkunde des Deutschen Blasmusikverbandes durch Herrn Verbandspräsident Ludwig König geehrt werden: Alfred Wiedensohler, Bernhard Schächtele, Manfred Faber, Stefan Rein, Gottfried Ehret um 1960 Das Jahr 1975 stand ganz im Zeichen der Vorbereitung und Durchführung des 75-jährigen Jubiläums, verbunden mit dem 5. Verbandsmusikfest Kaiserstuhl-Tuniberg. Am 31.5.75 fand in der Festhalle ein Festbankett statt. Unter den zahlreichen Gästen konnte Herbert Herzig, Landrat Dr. Schill, den stellvertretenden Präsident des BDB Herrn Eugen Faller, den Präsidenten des Blasmusikverbandes Kaiserstuhl-Tuniberg Ludwig König und dessen Stellvertreter Theodor Landmann begrüßen. Höhepunkt des Festbanketts war die Ehrung verdienter Mitglieder des Vereins. Eugen Faller zeichnete das langjährige Mitglied Theodor Karle mit der goldenen Ehrennadel des Verbandes aus. Der Geehrte war über 20 Jahre 1. Vorstand des Vereins. Aus diesem Anlass wurde Theodor Karle zum Ehrenvorsitzenden des Musikvereins Gündlingen ernannt. - Weiter Ehrungen durch Ludwig König: Ehrenmitglieder des Vereins: Alois Schächtele, Karl Figlestahler, Anton Herz, Albert Schächtele, 25jährige Mitgliedschaft Otto Röder, Josef Schmidt, Wilfried Schätzle, 20jährige Mitgliedschaft Helmut Karle, Bruno Wiedensohler, Zum Auftakt eines 4tägigen Festwochenendes fand am 6. Juli 1975 ein Bockbierfest statt. Dies war der Anfang unseres heutigen weit bekannten Bockbierfestes. Ein Konzertabend mit den Gastkapellen aus Breisach, Wyhl, Hochdorf, Oberried, Burkheim, Buchheim, Hugstetten und Buggingen fand am 7.6.1975 statt. Das Fest fand eine Fortsetzung mit einem Festumzug am Sonntagmittag, an dem 12 Gastkapellen teilnahmen. Der Tag wurde mit einem bunten Abend mit dem Oberkrain Sextett Janez Kalsek beschlossen. Zum Abschluss wurde am Montag ein Kinderfest veranstaltet. 1976 übernimmt Alfred Wiedensohler das Amt des 1. Vorstandes von Herbert Herzig. Nach 8jähriger Tätigkeit gibt Dirigent Alfred Wohlhüter, am 1.8.79, sein Amt ab. Neuer Dirigent wird Herr Schwehr aus Freiburg, der jedoch schon im Dezember 1980 sein Amt aufgeben musste. Den Dirigentenstab übernimmt Adelbert Scherle. 1981 wird der bisherige 2. Vorstand Bruno Wiedensohler zum 1. Vorsitzenden gewählt. Nach 2jähriger Bauzeit und noch längerer Vorbereitungszeit ist es soweit. Das neue Probelokal des Musikvereins wird am 23.10.81 von Pfarrer Bernhard Schilli eingeweiht. Der Dank gilt allen Helfern die sich in ihrer Freizeit am Bau des Probelokals beteiligt haben. Besonderen Dank gilt Alfred und Bruno Wiedensohler, die das Unternehmen begonnen, bzw. beendet haben. Am 25.10.81 konnte die Bevölkerung an einem Tag der offenen Tür den Proberaum besichtigen. John Carter wird Dirigent. Nachdem Adelbert Scherle von seinem Amt zurückgetreten ist wird im Dezember 1982 ein Amerikaner Dirigent in Gündlingen. Nach mehr als dreijähriger Amtszeit des 1. Vorsitzenden Bruno Wiedensohler übernimmt der 2. Vorsitzende Reinhard Jöhle 1984 kommissarisch das Amt. Bei den Neuwahlen im Jahre 1985 wurde Reinhard Jöhle durch beachtliche 71 Stimmen von der Versammlung das entgegengebrachte Vertrauen bewiesen und zum 1. Vorsitzenden gewählt. Zum Gesamtvorstand wurden außerdem gewählt: 2. Vorsitzender: Markus Gräbling Rechner: Joachim Köbele Schriftführer: Hansjörg Homberger Aktive Beisitzer: Theodor Karle, Gebhard Ehret, Paul Figlestahler, Jürgen Faber, Uwe Fritz, Martin Glockner Passiver Beisitzer: Hans Brommer Am 16. November 1985 wurde Ehrenvorstand Theodor Karle im Rahmen des Herbstkonzertes für seine 50-jährige aktive Mitgliedschaft im Musikverein Gündlingen mit der goldenen Ehrennadel des Deutschen Blasmusikverbandes und dem Ehrenkreuz der internationalen Musikverbände ausgezeichnet. Im Jahr 1988 legte Dirigent John Carter zum 31.12. sein Amt beim Musikverein Gündlingen nieder. In der darauf folgenden Jahreshauptversammlung am 24. Februar 1989 konnte der 1. Vorstand Reinhard Jöhle der gesamten Versammlung den neuen Dirigenten Herr Stephan Paul Poteczin aus Breisach vorstellen, der den Musikverein künftig musikalisch leiten wird. Die durchgeführte Wahl des Gesamtvorstands ergab folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender: Reinhard Jöhle 2. Vorsitzender: Markus Gräbling Schriftführerin: Alexandra Schmid Rechner: Martin Glockner Aktive Beisitzer: Gebhard Ehret, Jürgen Faber, Paul Figlestahler, Ruth Heitzler, Theodor Karle, Uwe Fritz, Joachim Köbele Passiver Beisitzer: Josef Schächtele zum Jubiläum 1975 Der Musikverein Gündlingen feierte sein neunzigjähriges Bestehen am 19. Mai 1990 mit einem Festbankett unter der Mitwirkung des Männergesangvereins und des Kirchenchores in der Malteserhalle in Gündlingen. Als Höhepunkt des Abends spielte und sang man zusammen den Freiheitschor aus der Oper „Nabuko“ von Guiseppe Verdi, sowie aus Mozarts „Zauberflöte“ das Lied „O Schutzgeist alles Schönen, was dem Festakt eine bezaubernde Atmosphäre verlieh. Zu einem besonderen Ereignis zählt 1990 auch das Eintreffen der neuen Kirchenglocken, die am 30. September im Zuge des Patroziniumsfestes geweiht und im Glockenturm platziert wurden. Dieser Festakt wurde unter anderen, auch unter Mitwirkung des Musikvereins mit anschließendem Platzkonzert auf dem Schulhof gefeiert. In der Generalversammlung am 23.02.1991 wurde der Gesamtvorstand neu gewählt: 1. Vorsitzender: Reinhard Jöhle 2. Vorsitzender: Markus Gräbling Schriftführerin: Alexandra Schmid Rechner: Martin Glockner Aktive Beisitzer: Gebhard Ehret, Jürgen Faber, Joachim Köbele, Ruth Heitzler, Uwe Fritz, Wolfgang Karle Passiver Beisitzer: Josef Schächtele Der großartigste Höhepunkt in der Geschichte des Musikvereins Gündlingen war die Amerikareise zum „German-Fest“ nach Milwaukee im Jahr 1993. Dies war die einmalige Gelegenheit, unsere Musik dem amerikanischen Volk einmal darbieten zu können, was ein voller Erfolg gewesen war. Milwaukee, Chicago und New York waren die Hauptziele dieser Reise. Einen ganz besonderen Dank gilt an dieser Stelle unserem langjährigen Musikkameraden Hans Schmid aus Burkheim, der vor langen Jahren mit seiner Frau nach Milwaukee übergesiedelt ist und uns, durch bestehende Kontakte nach Burkheim, somit diese Reise ermöglicht hatte. Am 14.09.1994 begann die Amtszeit des neuen Ortsvorstehers Hans Brommer, wozu der MV mit einem Musikalischen Gruß herzlich gratulierte. In der Generalversammlung am 10.03.1995 wurde der Gesamtvorstand erneut gewählt. Somit konnte folgenden Mitgliedern zu Ihrem neuen Amt gratuliert werden: 1. Vorsitzender: Reinhard Jöhle 2. Vorsitzender: Markus Gräbling Schriftführerin: Alexandra Schmid-Ehrlacher Rechner: Martin Glockner Aktive Beisitzer: Paul Figlestahler, Gebhard Ehret, Uwe Fritz, Wolfgang Karle, Jürgen Hiss, Axel Faber, Michael Giehlow, Christian Ziebold, Corina Ebner Passiver Beisitzer: Josef Schächtele Am 28.02.1997 wechselte der Gesamtvorstand einige Plätze. Folgende Amtsinhaber wurden für die nächsten zwei Jahre in den Gesamtvorstand gewählt: 1. Vorsitzender: Reinhard Jöhle 2. Vorsitzender: Axel Faber Schriftführerin: Corina Ebner Rechner: Martin Glockner Aktive Beisitzer: Paul Figlestahler, Gebhard Ehret, Uwe Fritz, Wolfgang Karle, Jürgen Hiss, Michael Giehlow, Christian Ziebold, Alexander Müller, Stefan Jöhle, Petra Sennrich Passiver Beisitzer: Rudolf Herzig Bei der Generalversammlung am 05.02.1999 wurden zum Teil neue Vorstandsmitglieder für die nächste Amtsperiode mehrheitlich gewählt. 1. Vorsitzender: Reinhard Jöhle 2. Vorsitzender: Axel Faber Schriftführerin: Petra Sennrich Rechner: Martin Glockner Aktive Beisitzer: Paul Figlestahler, Gebhard Ehret, Wolfgang Karle, Jürgen Hiss, Michael Giehlow, Stefan Jöhle, Christian Ziebold, Alexander Müller, Frank Sennrich Passiver Beisitzer: Rudolf Herzig Im Jahre 2000 feierte der Musikverein sein 100-jähriges Jubiläum im Rahmen eines Festbanketts am 08. April 2000, wo Landrat Jochen Glaeser die Pro Musika Plakette überreichen konnte. Das traditionelle Bockbierfest gestaltete sich in diesem Jubiläumsjahr mit großem Aufwand, denn zur Festveranstaltung konnte ein Zelt aufgestellt werden, welches sich über den gesamten Festplatz bei der Malteserhalle erstreckte, um die zahlreichen Gäste begrüßen zu können. Der Höhepunkt des Festes wurde mit einem musikalischen Sternmarsch durch den gesamten Ort, unter Mitwirkung von 17 befreundeten Musikkapellen gekrönt. Mittlerweile konnte der Musikverein mit Unterstützung der Gemeinde und zahlreichen freiwilligen Helfern sein Probelokal etwas modernisieren, um den heutigen Anforderungen wieder gerecht zu werden. So wurde z. B. der Thekenbereich komplett erneuert, die Wände neu verputzt und die Decke gestrichen. Ein schönes und gemütliches Vereinsheim erwartet nun die Musikerinnen und Musiker in den wöchentlichen Proben. In der Generalversammlung am 14. März 2003 verabschiedete sich Reinhard Jöhle nach über 20-jähriger Vorstandstätigkeit aus der Vorstandschaft. Die Generalversammlung beschloss die Ernennung von Reinhard Jöhle zum Ehrenvorstand, einstimmig. Entsprechend den geänderten Satzungsbestimmungen zur Vorstandswahl stand die Neuwahl des 1. Vorsitzenden und des Schriftführers an. Die Wahlen ergaben folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Alexander Müller-Knöpfler Schriftführerin Petra Sennrich 2. Vorsitzender Wolfgang Karle (kommissarisch) Am Samstag, den 20. November 2004 veranstaltete der Musikverein Gündlingen sein traditionelles Herbstkonzert unter dem Motto „Schicksalhaftes & Dramatik“ in der Malteserhalle. Nach der Konzerteröffnung durch die Jungmusiker und dem ersten musikalischen Programmteil der Gesamtkapelle wurde Reinhard Jöhle zum Ehrenvorstand ernannt. Dirigent Stephan Paul Poteczin erhielt vom Präsidenten des Blasmusikverbandes Kaiserstuhl-Tuniberg Herrn Georg Opitz die Goldene Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände e.V. für 40-jährige aktive Musikertätigkeit im Verband überreicht. Reinhard Jöhle wurde außerdem für seine über 20-jährige Vorstandstätigkeit die Ehrennadel des Blasmusikverbandes in Gold überreicht. Vereinsrechner Martin Glockner erhielt die Vereinsehrung für 30-jährige Aktivität im Musikverein Gündlingen, die der 1. Vorsitzende Alexander Müller-Knöpfler überreichte.

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